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Unsere Kaninchenfamilie 

Nachdem die Kaninchen Moppel und Socke kurz hintereinander gestorben waren, haben wir Mimi und Racker zu uns genommen, die damals (2009) ungefähr 2 Jahre alt waren. Da Racker noch nicht kastriert war, haben wir sie einmal Nachwuchs bekommen lassen. Als der ungefähre Geburtstermin nahte, habe ich Mimi genau beobachtet und hatte auch den einen Tag Anfang Mai das Gefühl, dass sie sehr erregt und erschöpft war, aber ich habe keine Babys entdeckt. Um sie nicht zu stören, wollte ich nicht alles durchfühlen, sondern ich habe nur in die Wurfkiste geschaut und vorsichtig das Stroh hochgehoben. Jaja, da hat sie mich schön veräppelt…die Minikaninchen waren so gut unter dem Stroh versteckt, dass ich sie erst zu Gesicht bekommen habe als sie schon Fell hatten. Ein süßer, bunter Wurf…zwei schwarze, zwei weiße und ein graues Kaninchenbaby. Die ersten Versuche zu hoppeln, Männchen zu machen, Haken zu schlagen das war einfach zu goldig. Interessant war auch immer zu beobachten wie sie sich farblich sortiert haben. Die Schwarzen lagen zusammen, die Weißen lagen zusammen, die Eltern lagen zusammen nur der kleine Blue, das graue Kaninchen, hatte keinen festen Partner wurden aber von allen akzeptiert und hat sich zu den Paaren dazu gelegt. Leider ist Blue schon sehr früh gestorben und ein Jahr später ist Whitey, der unter den Kaninchenkindern der Chef war, von uns gegangen. Stupsi hat danach sofort diese Chefrolle übernommen, aber Rosa hatte ihren Partner verloren und hat um ihn getrauert. Lange Zeit saß sie viel alleine. Inzwischen liegt sie entweder mit ihrer Mutter oder ihrem Vater zusammen, die beiden schwarzen Kaninchen bilden nach wie vor ein festes Paar.

Unsere Kaninchen haben ein sehr großes Freigehege mit einem Blockhaus, in dem einzelne Häuschen stehen zum Schutz und zum Schlafen…so dachten wir uns das zumindest. Aber es sind halt Kaninchen. Also haben sie sich ein unterirdisches, mehrere Meter langes System gegraben, in dem sie sich bei großer Hitze und bei strengen Minusgraden verkriechen. Natürlich graben sie sich immer neue Löcher nach oben, so dass sie auch immer mal wieder ausbüxen. Also wird ein Brett über das Loch gestellt mit dem Resultat, dass sie ein paar Wochen später wieder woanders aus der Erde gucken. Großer Vorteil für die Hasen – ihr Gehege wird immer größer. Teilweise lassen wir sie auch freilaufen, da sie sich mit Hund und Katzen gut vertragen. Nur meine Gemüsebeete sahen entsprechend kahl aus, da die jungen Triebe natürlich besonders gut schmecken. Und die Büsche sind alle in „Kaninchen-macht-Männchen-Höhe“ abgenagt. Es macht einfach Spaß den Kaninchen zuzuschauen, wie sie hoppeln, springen und Haken schlagen. Sich gegenseitig putzen, zusammen kuscheln, sich immer neue Schattenplätze suchen (Rhabarberblätter sind da echt klasse). Ihre Rangordnung klären und sich immer wieder neu zusammenfinden.

Kaninchen sind sehr bewegungsfreudig und brauchen ihre sozialen Kontakte untereinander. Ein Leben in einem kleinen geschlossenen Käfig oder die Einzelhaltung sind nicht artgerecht. Mit einfachen Mitteln kann man das Gehege oder den Auslauf abwechslungsreich gestalten. Holzkisten zum Draufspringen oder zum Verstecken, dicke Rohre, durch die sie durchkrabbeln können, Äste, die sie benagen (bitte auf ungiftige Baumarten achten!) und drüber hüpfen können. Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt und die Kaninchen freuen sich über die Abwechslung.
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